Gesund sein heißt nicht gehorchen – neun Wege, wie ich Körper, Geist und Seele pflege


Gesundheit bedeutet für mich, in Beziehung zu sein – mit meinem Körper, mit meinen Gefühlen, mit dem, was größer ist als ich.

Es ist weniger ein Zustand, mehr ein Weg. Ein Weg der Hingabe, der Klarheit und der kleinen Schritte.

Früher war ich oft auf der Suche nach einem „perfekten Zustand”. Heute übe ich mich in Akzeptanz – und finde darin erstaunlich viel Kraft. Der Stoizismus hat mich gelehrt, zwischen dem zu unterscheiden, was ich verändern kann – und dem, was ich annehmen darf.

„Nicht die Dinge beunruhigen uns, sondern unsere Sicht auf die Dinge.” – Epiktet

Diese Sichtweise hilft mir, Verantwortung für mein Erleben zu übernehmen, ohne mich dafür zu verurteilen. Sie öffnet Räume – für Selbstfürsorge, für Präsenz und für echtes Mitgefühl mit mir selbst.

In diesem Beitrag teile ich neun Dinge, die mir helfen, auch in turbulenten Zeiten innerlich stabil, körperlich genährt und geistig klar zu bleiben.


Für den Körper

1. Morgenritual mit Kräutern und Wasser

Bevor ich esse oder trinke, starte ich mit einem kleinen Ritual: ein Glas Wasser, eine Messerspitze der Heidelberger 7 Kräuter, um Leber, Darm und Stoffwechsel sanft zu wecken. Dieses kleine Ritual fühlt sich an wie eine innere Klärung – ganz leise, aber spürbar.

2. Qi Gong und Tai Chi – bewegte Stille

Statt Fitnessstress beginne ich manche Tage mit fließenden Bewegungen. Qi Gong schenkt mir innere Zentrierung, Tai Chi lässt mich in einen meditativen Rhythmus mit dem Raum treten. Bewegungen ohne Eile, aber voller Präsenz – eine Sprache des Körpers, die mich an meine Mitte erinnert.

3. Warmes Essen, nach Jahreszeit

Ich esse, was mich erdet. Warm, saisonal – bitteres Gemüse, Suppen, Gedämpftes. Statt Diäten folge ich meinem Energiehaushalt. Ich spüre, was mir gut tut – und lasse dem Körper Raum, selbst zu regulieren.


Für die Emotionen

4. Zeichnen und kreatives Ausdrücken

Gefühle, die keine Worte finden, finden manchmal eine Linie. Beim Ausmalen von Mandalas oder dem freien Zeichnen entstehen Bilder meiner Innenwelt. Manchmal sehe ich erst beim Hinsehen, wie ich mich fühle – und kann dadurch loslassen, integrieren, neu beginnen.

5. Stoisches Innehalten

Wenn der Alltag laut wird, halte ich inne. Ich frage mich: Ist das gerade wirklich so schlimm? Oft reichen drei bewusste Atemzüge, um Klarheit zu finden. Der Stoizismus hilft mir, mich nicht im Drama zu verlieren.

6. Abends loslassen

Mit einem Fußbad oder einem kurzen Schütteltanz entlade ich die Energien des Tages. Ich bedanke mich bei meinem Körper. Und frage mich: Was gehört nicht wirklich zu mir – was darf ich jetzt zurückgeben?


Für Geist und Seele

7. Stoische Vorausschau am Morgen

Früher begann ich den Tag mit Hoffnungen. Heute nehme ich bewusst eine andere Perspektive ein:

„Mal sehen, welche Herausforderungen heute auf mich warten – und wie ruhig ich ihnen begegnen kann.”

Ich rechne mit Widrigkeiten, nicht aus Pessimismus, sondern um sie nicht persönlich zu nehmen. Das schenkt mir Freiheit. Und manchmal lache ich schon morgens – weil ich weiß: Das Leben wird mir Stoff zum Wachsen liefern. Wie immer.

8. Stille und inneres Schreiben

Durch Schreiben, Stille oder geführte Innenschau verbinde ich mich mit meiner eigenen Weisheit – dem Teil in mir, der ruhig bleibt, auch wenn alles im Außen schwankt. Diese Quelle spricht in Bildern, Impulsen, manchmal nur im Gefühl: Du bist richtig, genau so.

9. Erdung und Körperpflege als Praxis

Ich reinige nicht nur meine Haut – sondern achte auch darauf, wie ich innerlich mit mir bin: Eine bewusste Erdung, ein Gang in die Natur, ein Moment der Stille. So bleibe ich nicht nur körperlich gesund, sondern auch bei mir selbst.


Was mir hilft, dranzubleiben

Der Stoizismus hat mich gelehrt, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist – sondern Verantwortung.

Was mir dabei hilft:

  • Weichheit statt Strenge: Ich darf scheitern, aber ich muss mich nicht aufgeben.
  • Rhythmus statt Zielliste: Ich richte mich nach meinem inneren Energiehaushalt.
  • Kleine Anker: Ein Stein, ein Duft, ein Satz – sie erinnern mich, wo ich bin.

Was nährt dich gerade wirklich – körperlich, emotional, geistig? Und was darf heute vielleicht etwas kleiner sein, damit Raum für das Wesentliche bleibt?

— Elias